Das Licht der Wahrheit

Möge das Licht der Wahrheit
– des wahren Selbst –
– das Licht Gottes –
unsere Herzen erleuchten.

Möge der Liebesfunke des Einen
unser Herz entflammen
und sein Feuer unserer Seele
Wärme und Geborgenheit schenken.

Möge die Stille des Seins
uns einladen in ihr zu verweilen
damit wir erspüren können,
dass der Raum unseres Herzens
die Unendlichkeit umfasst.

Auf das wir mit kindlichem Staunen
und freudig-leuchtenden Augen
unsere UR-eigene Großartigkeit
– unser wahres Zuhause –
wiederentdecken.

Für ein Miteinander,
dass sich Selbst im Anderen erkennt.

Für GemEINSamkeit,
die das Geschenk des Seins
der Wahrheit und Liebe
– der Liebe zur Wahrheit –
in Dankbarkeit und Wertschätzung
empfängt.

Hier.
Jetzt.
In Ewigkeit.
Als Ewigkeit.

Beziehung

Mein Herz hat kein Interesse an einer Beziehung zwischen einem „Ich“ und einem „Du“ in der es im Grunde nur darum geht einen gefühlten Mangel zu überdecken.

Es hat kein Interesse daran persönliche Bedürfnisse zu befriedigen „um zu“ und es hat auch kein Interesse daran, dass du das tust.

Was ein „Ich“ will oder glaubt zu brauchen, ist in den seltensten Fällen das, was das Herz wirklich möchte und was „es“ gerade wirklich braucht.

Mein Herz hat kein Interesse daran, dass du mich als Persönlichkeit siehst und liebst. Die PersönlICHkeit die du in mir siehst wird immer eine andere sein als die, die ich sehe. Sie besteht aus einer Interpretation von Gefühlen und Gedanken und kann nie wirklich überein-stimmen.

Meine EinzigARTigkeit hat nichts mit Gedanken über mich zu tun. Es ist die WesensART, von Gott kunstvoll erschaffen um sich selbst in unzähligen Formen betrachten und bestaunen zu können, die uns unterscheidet und uns im tiefsten Grunde doch wieder gleicht.

Wenn du jedoch auf Persönlichkeit bestehst, damit da etwas scheinbar greifbares und sicheres ist, erlaubst du mir nicht wirklich „ich Selbst“ zu sein. Ungreifbar (und unkontrollierbar) zu sein.

Mein Herz hat kein Interesse an „intimen“ Begegnungen, Beziehungen, Partnerschaften, die sich nicht an der Wahrheit orientieren. Sie vielleicht sogar leugnen oder ignorieren. Wie könnten solche Begegnungen jemals wirklich intim sein?

Das größte Potenzial in zwischenmenschlichen Begegnungen liegt darin, sich nicht (nur) als Mensch zu begegnen.

Der größte Dienst füreinander ist es, sich so lange zu ent-täuschen bis DAS wahrhaftig möglich ist.

Mein Herz spürt das unermessliche Potenzial dieser Begegnungen, Partnerschaften – dieses „heiligen Bundes“.

Es „weiß“ um das göttliche Geschenk:
Die große Macht verEINten BewusstSeins.
Die große Kraft gemEINSam gelebter Liebe.

Ja….
Das ist es, was mich anzieht und mein Herz schneller schlagen lässt.

Du bist Aufmerksamkeit


»Ein Meister der Aufmerksamkeit zu sein heißt, alles so zu erleben, als ob es das erste Mal sei; die Welt durch die gereinigten Pforten der Wahrnehmung zu sehen, wie es der Dichter und Mystiker Blake nannte.« Harry R. Moody

Was bist du ohne Geschichte? Was bist du ohne Beschreibung? Was bist du ohne Willen? Was bist du, bevor ein Ich-Gedanke kommt? Was bist du schon immer gewesen, bevor dich die Person, der Strom an Gedanken, hypnotisiert hat?

Was ist deine wahre Identität, bevor man dir einen Namen und eine Rolle in der Gesellschaft zugeschrieben hat, oder du es selbst getan hast?

Da ist ein Feld, das du bist. Alle Namen sind darin. Alle Gegenstände sind darin. Dein Körper ist darin. Deine Person ist darin. Deine Gefühle sind darin. Deine Gedanken sind darin. Alles, was du gerade sehen und hören kannst, ist darin.

Glaube keinem Gedanken. Nimm eine Position ein, wo weder innen noch außen wichtig ist. Wo du deine Aufmerksamkeit nicht auf bestimmte Dinge, Erscheinungen, Formen oder Energien lenkst. Sei das, was alles mühelos wahrnimmt, innen und außen.

Dafür musst du nichts tun. Dafür musst du alles Tun unterlassen, ohne das Unterlassen zu tun.

Dann bist du einfach, was du bist. Das, was du schon immer warst: Aufmerksamkeit, reines Bewusstsein.

Das passiert ohnehin schon. Ohne Mühe. Wahrnehmung geschieht ohne dein Zutun. Du musst dir dessen nur bewusst werden. Du bist nicht eine Person, die das Leben wahrnimmt. Du bist ein wahrnehmendes Feld, das diesen Moment – jetzt – wo du diese Zeilen liest, vereint. Innen und Außen vereint. Da gibt es keine Trennung zwischen dir und dem Leben, dem Jetzt.

Lass deine Identität fallen, sei dieses Feld und schau, was passiert. Begegne der nackten Wahrheit, ohne zu denken.

Aus der Wahrnehmung des Feldes heraus gibt es kein Innen und kein Außen mehr. Es gibt nur noch das, was gerade geschieht. Ohne Trennung.

Dieses Feld hat keinen Widerstand. Es wählt auch nicht, was es wahrnimmt. Du kannst dem Feld nicht vorschreiben, dass es das Leben, das du mit deinen Augen gerade siehst, einfach aus der Realität herausnimmt. Du kannst die Augen zumachen, aber die Realität bleibt dennoch lebendig.

Das Feld, dein wahres Selbst, nimmt bedingungslos und mühelos einfach den ganzen Moment wahr. Und während in diesem Moment bestimmte Formen und Bewegungen existieren, ist das Feld selbst immer das gleiche. Es ändert sich nie, denn es ist die ewige Quelle der Aufmerksamkeit, in der alle Formen, Bewegungen und Veränderungen geschehen. Das ist dein wahres Selbst: das wahrnehmende Feld, die Quelle der Aufmerksamkeit. Du bist unsichtbar, ohne Form, immateriell.

Prüfe das.

——————————–
Hinweis Nr. 11 aus dem E-Book „SEE“
Spiritualität, Erleuchtung, Erwachen
Wie man die Essenz des Seins erkennt
von Anssi Antila

ANSSI – Spiritueller Lehrer
www.anssi.guru

Auf der Suche…

Auf der Suche nach Liebe, bewege ich mich auf dünnem Eis.
Doch ich kann es nicht sehn.
Unwissend und selbstgefällig stapfe ich „meinen“ Weg entlang
und wundere mich dann,
wenn ich einbreche
und da nichts ist, was mich hält.
Ich falle.
Immer tiefer… und tiefer…
Verstehe es nicht.
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.
Um weiter zu stampfen.

Auf der Suche nach Liebe, denke ich,
ich bewege mich
hin zu einem Ziel.
Doch in Wahrheit
entferne ich mich mit jedem Schritt.
Tauch in meine Schatten ein,
denn irgendwo muss doch auch Licht sein…
Oh Gott, ich fühle mich so klein
und unbedeutend hier.
So tauche ich bis an den Grund
um an ihm entlang zu schlendern…
Mich Selbst-vergessend…
„Was wollte ich hier?“
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.

Auf der Suche nach Liebe, dreh ich mich im Kreis.
Seh in so viele Spiegel
und erkenne mich trotzdem nicht.
Mir wird schon schwindelig,
doch ich bleibe nicht stehen –
Hör nicht auf mich zu drehn,
weil ich glaube, dass das doch vollkommen normal ist.
Vollkommen real ist.
Bis ich zusammenbreche
und unter mir nichts ist, was mich hält.
Scheinbar allein auf dieser Welt –
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.
Um mich weiter zu drehn.

Um mich sind Menschen,
doch sie bemerken mich kaum.
Ich geh auf sie zu.
Will ihre Nähe spüren.
Doch in dem Moment in dem sie mich berühren –
Lauf ich davon.
So schnell wie ich kann…
Versuch ich zu fliehn,
mich dem zu entziehn.
Doch nein –
ich bin wie erstarrt…
Tret‘ auf der Stelle,
bis „Er“ wie eine Welle
in mich eindringt.
„Er“ ist in mir. Und doch wieder – nicht.
Denn  „ich“  bin nun „er“ und er ist nun „ich“.
Und wo ist das Licht?
Es spiegelt sich
in unserer beiden tiefen Seen.
Ich kann es noch immer nicht ganz verstehen.
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.

Auf der Suche nach Liebe,
taucht in mir eine Frage auf.
Wie ein Luftbläschen im Wasser
bahnt es sich den Weg herauf
durch meinen Geist,
durch mein Gefühl.
Um an der Oberfläche angekommen
zu zerplatzen
und eins zu sein – mit dem Ganzen.

Ich seh mich tanzen…
Mit mir selbst.
Arm in Arm schwebend
ja fast schon erregend –
sinn-lich

frag‘ ich mich:
WILL ich wirklich?
Will ICH wirklich weiter suchen?
Will ich WIRKLICH weiter suchen?
Will ich wirklich WEITER suchen?
Will ich wirklich weiter SUCHEN?

Und dann…
Wach‘ ich auf.