Magie

„Magie, Magie – tu was du willst…“
Schmendrick, der Zauberer
(Das letzte Einhorn)

❤️

Als Baby warst du Magie pur.

Dann hast du gelernt dir einen Avatar zu erschaffen mit dem du „durch das Leben“ navigieren sollst. Doch dieser Avatar hat eine Nebenwirkung: Er aktiviert einen Vergessenszauber: der berüchtigte „Ich bin das – Zauber“. Mit der Zeit glaubst du immer mehr daran, dass du der Avatar bist und vergisst deinen magischen Ursprung. Plötzlich kann man dir etwas antun! Du hast den Eindruck, dass du den Avatar brauchst um zu leben und um dich von angeblich schlechten Menschen, Umständen und Gefühlen zu schützen. Doch in Wahrheit ist es der Avatar der das Leid erschafft.

Die Magieempfindlichkeit reduziert sich immer mehr… Umso älter der Avatar wird umso weniger Magie kann er wahrnehmen. Bis das Leben schal, leer, gewöhnlich, anstrengend oder vielleicht sogar sehr bitter schmeckt…

Nur in Momenten in denen dieser Zauber, wie durch ein Wunder, kurz aussetzt, bricht die Magie wieder durch. Du kennst diese Momente! Es ist die Schönheit und Magie des Lebens, die du als Kind noch so gut erahnen konntest…

Dies kann dein Weckruf sein, wenn Offenheit da ist um ihn als solchen wahrzunehmen.

Erkenne deinen Avatar und dann…
Lege ihn ab.

Probiere es aus. Immer mal wieder für eine kurze Zeit… Erforsche, wie es ist ohne diesen scheinbaren Schutz. Sei mutig, neugierig und geduldig mit dir selbst.

Du wirst erkennen, dass die Magie noch da ist! Dass du sie BIST! Orientiere dich an diesem innersten Glücksgefühl, einem Gefühl von Freude, Dankbarkeit und Liebe dafür, dass du HIER bist. Finde deine wahre Kraft. Finde dich selbst.

Und dann leuchte, wie ein Leuchtturm.
Aus Liebe zur Magie.
Aus Liebe zum Leben.
Aus Liebe zu dir.

❤️

Gut & Böse

Glaube keiner Interpretation der „Tatsachen“, die in dir kein Wohlgefühl, Weite, Freude, Frieden oder Liebe auslöst.

Du kannst nicht gegen das „Böse“ kämpfen.
Wer kämpft, wenn nicht eben dieses Böse in einem anderen Gewand?

Hingabe, Offenheit, Gleich-Gültigkeit, Vertrauen und Liebende Güte sind die einzigen und die kraftvollsten „Waffen“.

Alles ist Energie.
Das, worauf sich deine Aufmerksamkeit richtet, erhält Energie und wächst.
Was nährst du?

Zweifle nicht an deiner Macht.
Lass das Gute IN dir gewinnen!

Halte es für möglich, dass sich das in deiner Wirklichkeit zeigen wird und vertraue dem Plan. Dem Plan Gottes – der unsichtbaren Intelligenz des Lebens, die jede Zelle deines Körpers orchestriert und jedes Grashalm, jede Blume, jedes Tier wachsen, gedeihen – und ja, auch sterben lässt.

Gib den Kampf auf.

Lass deine Arroganz fallen, die sich gegen diese Intelligenz stellt, im Glauben zu wissen was nötig ist, um zu der ureigenen Größe zu erwachen die unser aller Zuhause ist.

💜

Foto: ANSSI
www.anssi.guru

Liebesbrief

Du bist das schlagen des Herzens,
bist der Atem, der in den Körper
hinein und wieder hinausströmt.
Du bist die Haut, welche den Körper
umhüllt und zusammenhält.
Bist die Lebendigkeit,
die in ihm und in allem vibriert.

Du bist das Hören und das Gehörte,
das Riechen und der Geruch,
das Schmecken und der Geschmack,
bist das Sehen und das Gesehene.

Du bist die Wärme der Sonne,
bist das Schnurren der Katze,
das Gefühl der Weichheit ihres
glänzenden Felles und ihr
entspannter Blick.
Du bist die Feuchtigkeit der Tränen,
die über das Gesicht laufen
und die Empfindung des Weinens.

Du bist die Bewegung
und der Stillstand.
Bist das Gefühl, der Gedanke
und die Abwesenheit von
Gefühlen und Gedanken.

Du bist die bedingungslose Wahrnehmung
all dessen im Detail und der Gesamtheit.
Bist die allgegenwärtige Leere,
die allem ermöglicht jetzt zu erscheinen.

Liebe ist hier.

Sie muss nicht gefunden werden,
denn sie hat sich nie versteckt.

Niemand kann sie verlieren,
denn niemand hat sie je besessen.

Sie kann niemanden verlassen,
denn sie ist nichts Anderes.

Aber sie kann ignoriert werden,
indem dem Gedanken geglaubt wird,
dass jetzt irgendetwas anders sein sollte.

Man kann sich scheinbar von ihr abwenden,
in der endlosen Suche nach mehr
als diesen Augenblick.

Liebe ist unvergänglich,
absolut und unmittelbar.

Liebe ist GENAU DAS.
Alles das!
Jetzt.

Wahrheit

Ich möchte euch etwas gestehen.

Einige werden das vielleicht als egoistisch bezeichnen, aber seit die Wahrheit zur ersten und obersten Priorität geworden ist, ist das Leben für mich etwas zutiefst Selbstbezogenes.

Was meine ich mit „Wahrheit“?

Es ist keine persönliche Wahrheit, die mein Herz erobert hat. Es geht mir in erster Linie nicht um meine Persönlichkeit, was ich im Leben erreichen, oder wie ich leben möchte. Ich meine die Wahrheit darüber, was Leben wirklich ist. Was ich wirklich bin.

Alles was ich tue oder nicht tue richtet sich danach aus, genau das zu ent-decken und immer tiefer zu erforschen.

Wenn ich atme, gehe, handle, spreche, lache, weine – richtet sich meine Aufmerksamkeit auf das, was meinen Körper atmen, gehen, handeln, sprechen, lachen oder weinen lässt.

Wenn ich schaue, richtet sich meine Aufmerksamkeit weniger auf die Dinge, die ich sehe und mehr auf den Raum der es allen Dingen überhaupt erst ermöglicht hier zu sein.

Wenn ich jemanden begegne bin ich, auch wenn ich gerne zuhöre und wohl auch jetzt erst lerne wirklich zuzuhören, weniger an der Person und ihrer Geschichte interessiert, als an dem, was uns vereint. Hier und jetzt, wenn sich unsere Blicke treffen.

Wenn ich einen anderen Körper berühre oder berührt werde, ist es das Schönste, ihn als „meinen“ Körper zu fühlen und wahrzunehmen.

Ich erforsche mich Selbst durch den Anderen.
Durch Alles. Denn alles dient mir…

Es klingt seltsam, aber das, was mich wirklich interessiert, bin ich Selbst. Das Selbst, das auch deines ist.

Ich bin süchtig nach der Liebe, die mich erfasst, sobald die scheinbaren Grenzen wegfallen. Bin verliebt in die Tränen der Berührung, die mir immer wieder unerwartet in die Augen schießen, weil es einfach nur unbeschreiblich und unfassbar schön ist. Und ich muss mir eingestehen, dass das, was ich vorher Liebe nannte nur ein minimaler Bruchteil, wenn nicht sogar etwas vollkommen anderes ist.

Ja, manchmal schmerzt es, wenn sich das Herz weitet. Manchmal kommen Gefühle an die Oberfläche, die wir für gewöhnlich eher meiden oder gar unterdrücken. Todesangst, Ohnmacht, Verzweiflung, Trauer, Wut… um nur ein paar Beispiele zu nennen. Der Preis ist hoch und die Wahrheit ist nur für die, die bereit sind ihn zu bezahlen.

Doch es lohnt sich mehr als alles andere in der Welt. Es lohnt sich mehr als jede Beziehung, der Traumjob oder das perfekte Traumleben. Nichts außer DAS hat das Potenzial wirklich und endgültig Befriedigung zu schaffen. Jeder der einmal von diesem Nektar gekostet hat kann das bezeugen.

Es gibt nichts erfüllenderes, als sich dem Leben ganz hinzugeben… bis niemand mehr da ist, der sich hingeben könnte. Bis erkannt und realisiert wird, nicht nur intellektuell, sondern in jeder Zelle, unmittelbar und direkt in der Erfahrung, dass Leben alles ist, was existiert. Und ich die Grundlage bin, die diese Existenz ermöglicht.

 

Liebe & Beziehung?

Mein Leben lang war ich fixiert auf Beziehung. Fixiert auf das andere Geschlecht und darauf, „den Richtigen“ zu finden. Denjenigen EINEN, durch den ich mich endlich wirklich geliebt fühle. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals anders war…

Aber auch wenn ich dann in Beziehung war, war es für mich nie so erfüllend wie ich es mir erhofft hatte („es war eben nicht der Richtige“).

Auch wenn mir die Liebe des anderen „sicher“ war, war es plötzlich nicht mehr das, was ich wirklich wollte. Und ich hatte auch immer irgendwie das Gefühl, als würde mich der andere nicht wirklich lieben… Oder vielmehr – nicht wirklich MICH.

Und auch wenn ich zig Male verliebt war (und in einige wohl immer noch bin ) so bekam ich kein eindeutiges „JA“ vom anderen. Kein „GO“ von Gott.

Es scheint verzwickt.
Aber nun kann ich es verstehen.
Nichts läuft falsch.
Weder im Leben, noch in mir.

Niemals nie, wäre ich dort, wo ich jetzt bin, wenn ich bekommen hätte, was ich glaubte zu wollen.

Niemals nie wäre ich auf die etwas andere Suche aufmerksam geworden: Die Suche nach der Wahrheit dessen, was ich wirklich bin.

Niemals nie, hätte ich mich meiner Ignoranz und Arroganz gestellt, die mich glauben ließ „Bescheid zu wissen“.

Niemals nie hätte ich so tiefe Einblicke erhalten.
Wäre niemals nie in solche „Intimität“ damit gekommen.

Mein Herz steht in Flammen für DAS.

Es ist mir nicht mehr möglich darüber zu sprechen oder zu schreiben. Immer wenn ich es versuche endet es in einem kleinen Fiasko oder zumindest in Verwirrung auf allen Seiten. Wie Samarpan es in einem Satsang ausgedrückt hat:

„Weißt du, wovon wir sprechen ist so intim… Wir können das mit niemanden teilen. Im Grunde erzähle ich niemanden wie es für mich ist, es kann niemand verstehen. Es ist so intim, so persönlich, das kann man gar nicht aussprechen. Da gibt es keine Worte.“

Die Tage überkam mich eine kurze Depression. Sie war verbunden mit der Einsicht, dass die Art von Beziehung wie ich sie immer wollte (noch) nicht das ist, was mein Herz wirklich will. Das mir das vielleicht „absichtlich“ verwehrt wird, weil es einfach nicht das ist, was mich wirklich zutiefst erfüllt. Oder eher – Erfüllung Sein lässt.

Der Stellenwert von Beziehung wird desillusioniert und jede Fixierung gesprengt.

Meine Liebe gilt Gott, der Existenz, dem Leben, der Stille, dem Nichts – nenn es wie du willst…

Wenn ich nur daran denke, dass es SO IST, weine ich aus Berührung und Freude. Und da ist große Dankbarkeit für alles und jeden, der mir hilft das zu verwirklichen.

Natürlich genieße ich Begegnungen, Zärtlichkeit, liebevolle Zuwendung und Nähe… Und ja natürlich bin ich offen für alles, was kommen möchte…

Aber es verliert seine Priorität.
Wird vielmehr zu einer Zugabe…

Es ist diese höchste Liebe, die ich ganz leben möchte, ganz zum Ausdruck bringen und verschenken möchte.

Durch diesen wunderschönen Körper.

Auf diesen abgefahrenen Wunder-Planeten.

Dafür bin ich hier.

Alles andere wäre ein fauler Kompromiss.

Und diese Gewissheit in meinem Herzen,
fühlt sich wundervoll frei an.

Gabrielle

Realität

Manchmal mache ich mir Gedanken darüber, wie sich eine Situation entwickeln wird. Vielleicht wünsche ich mir eine bestimmte Richtung und/oder fürchte eine andere… Aber was ist da wirklich, wenn ich genau hinsehe?

Die Situation, die ich mir wünsche erzeugt gerade angenehme Gefühle. Die Situation die ich fürchte erzeugt unangenehme Gefühle.

Es sind beides Möglichkeiten einer zukünftigen Realität. Erstere ist eine Realität, die ich bevorzuge. Zweitere bevorzuge ich nicht bzw. würde ich lieber vermeiden. Doch in beiden Realitäten passiert im Grunde das Selbe. Es entstehen – im Moment – Gedanken und Gefühle, die ich wahrnehme. Je nachdem wie ich damit umgehe und ob oder wie stark ich mich mit damit identifiziere, entstehen wieder neue Gedanken und Gefühle usw.

Da ist dieser Moment – mit allem was in mir und um mich geschieht – und die Wahrnehmung dieses Momentes.

Das Szenario ist anders. Der Inhalt ist anders. Aber das „dahinter“ ist immer das Selbe. Vor allem ist nirgends ein Problem zu sehen (solange ein „Ich-Gedanke“ nicht eines draus macht).

Selbst wenn die bevorzugte Realität eintritt, heißt das nicht, dass nicht auch schwierige Momente und Herausforderungen auftauchen (die ich möglicherweise nicht absichtlich gewählt hätte). Und die Realität, die ich vermeiden wollte kann sich – vielleicht nach anfänglichen Schmerzen – in Wohlgefallen auflösen und andere Türen öffnen. Ich kann das nicht wissen. Ich weiß nicht warum manche Dinge passieren und manche nicht und wo sie mich hinführen. Für mich hat diese Erkenntnis etwas sehr entspannendes.

Also was „tun“?

a.) Ich mache mir klar, dass keiner dieser Gedanken wirklich die Wahrheit ist (nur eine Vor-stellung) und glaube keinem Gedanken.
b.) Schau genau hin ob da wirklich eine vom Leben getrennte Person ist, die durch die befürchtete Erfahrung leiden würde (ich nutze meine Angst um mich selbst zu erforschen) und/oder
c.) Widme mich den Gedanken, die angenehme Gefühle auslösen. Dann fühlt es sich JETZT gut an… Und der Zustand in dem ich mich jetzt befinde beeinflusst, ganz natürlich, den Zustand im „nächsten“ Moment.

Ich überlasse dem Leben den Rest und vertraue, dass mir – was immer auch geschieht – alles dient, um in Liebe und Weisheit zu wachsen.

Beziehung

Mein Herz hat kein Interesse an einer Beziehung zwischen einem „Ich“ und einem „Du“ in der es im Grunde nur darum geht einen gefühlten Mangel zu überdecken.

Es hat kein Interesse daran persönliche Bedürfnisse zu befriedigen „um zu“ und es hat auch kein Interesse daran, dass du das tust.

Was ein „Ich“ will oder glaubt zu brauchen, ist in den seltensten Fällen das, was das Herz wirklich möchte und was „es“ gerade wirklich braucht.

Mein Herz hat kein Interesse daran, dass du mich als Persönlichkeit siehst und liebst. Die PersönlICHkeit die du in mir siehst wird immer eine andere sein als die, die ich sehe. Sie besteht aus einer Interpretation von Gefühlen und Gedanken und kann nie wirklich überein-stimmen.

Meine EinzigARTigkeit hat nichts mit Gedanken über mich zu tun. Es ist die WesensART, von Gott kunstvoll erschaffen um sich selbst in unzähligen Formen betrachten und bestaunen zu können, die uns unterscheidet und uns im tiefsten Grunde doch wieder gleicht.

Wenn du jedoch auf Persönlichkeit bestehst, damit da etwas scheinbar greifbares und sicheres ist, erlaubst du mir nicht wirklich „ich Selbst“ zu sein. Ungreifbar (und unkontrollierbar) zu sein.

Mein Herz hat kein Interesse an „intimen“ Begegnungen, Beziehungen, Partnerschaften, die sich nicht an der Wahrheit orientieren. Sie vielleicht sogar leugnen oder ignorieren. Wie könnten solche Begegnungen jemals wirklich intim sein?

Das größte Potenzial in zwischenmenschlichen Begegnungen liegt darin, sich nicht (nur) als Mensch zu begegnen.

Der größte Dienst füreinander ist es, sich so lange zu ent-täuschen bis DAS wahrhaftig möglich ist.

Mein Herz spürt das unermessliche Potenzial dieser Begegnungen, Partnerschaften – dieses „heiligen Bundes“.

Es „weiß“ um das göttliche Geschenk:
Die große Macht verEINten BewusstSeins.
Die große Kraft gemEINSam gelebter Liebe.

Ja….
Das ist es, was mich anzieht und mein Herz schneller schlagen lässt.

Selbstbetrug

Manchmal, wenn man seinem Herzen NICHT folgt – ihm NICHT die höchste Priorität zugesteht – ist das zwar nicht die beste Wahl, aber es muss nicht grundsätzlich „falsch“ sein.

Denn wenn man das tiefe Bedürfnis nach Wahrheit in sich trägt, die Projektionen zurücknimmt und die Verantwortung für das Geschehene übernimmt wird man den Schmerz, die Scham und Schuld den dieser „Selbstbetrug“ auslöst, (vielleicht zum ersten Mal) ganz bewusst fühlen.

Es wird klar, dass DAS nicht zum ersten Mal geschehen ist…

Der Fehler ist eine Erinnerung an unzählige Male des Betrugs am eigenen Herzen. Das tut verdammt weh, aber es ist ein Geschenk! Eine Chance sich selbst und allen Beteiligten endlich! zu vergeben und diesen Kreislauf zu beenden… Das ist „Wiedergutmachung“.

Immer tiefer und tiefer
in sich Selbst hinein zu entspannen,
bedeutet loszulassen.

Du spürst dass das wahr ist, weil du dich durch die Annahme des Schmerzes, durch die Anerkennung der inneren Verwundungen und die umfassende Vergebung dir selbst und anderen gegenüber, immer befreiter, liebe-voller, präsenter und heiler fühlst…

Heiler im Sinne von umfassender…
Immer weiter und weiter werdend.

So wächst und heilt auch das Vertrauen in die Kraft und Weisheit des Herzens – in die Existenz – in Gott – in sich Selbst.

Selbstverständlichkeit

Es gibt da eine „Programmierung“ die mir die Tage wieder bewusst wurde und die scheinbar in jedem menschlichen Verstand aktiv ist. Und sie kann – bleibt sie vollkommen unbewusst und automatisch – äußerst verwirrend und unangenehm werden.

Es geht um Selbstverständlichkeit.

Sobald der Verstand der Ansicht ist, sich einer Sache sicher zu sein – wenn etwas sozusagen „läuft“ – wird oft innerlich eine Art „Check-Box“ abgehakt. Desinteresse, Langeweile und Lustlosigkeit können entstehen und man sucht sich neue Herausforderungen.

Das macht vielleicht auf einer Ebene Sinn, denn so hat „Mensch“ sich ja bisher auch irgendwie weiterentwickelt… Aber… Hat es uns jemals dauerhaft erfüllt oder befriedigt?
Ist diese „Taktik“ wirklich eine gute Wahl?
Wie lange wird dieses Spiel dauern?
Bis in alle Ewigkeit?
Ist ewige Unzufriedenheit wirklich unser Ziel?
Kann das wirklich wahr sein?

Nein, kann es nicht. Denn genauer betrachtet, existiert die Sicherheit, die sich der Verstand einbildet auch nur dort – in seiner Einbildung. Sie ist nicht real.

Diese Art der Entwicklung ist auf einer Illusion aufgebaut und kann daher nur immer weiter in Illusionen hineinführen (die dann Gott sei Dank irgendwann ent-täuscht werden).

Meine Lebenssituation,
meine Lebensweise,
die Menschen in meinem Umfeld –
all das kann sich von einen Moment
auf den anderen schlagartig verändern.
Alles kann wegbrechen.
Da gibt es keine Sicherheiten.

Jeder Atemzug –
Jeder Herzschlag –
Das Leben in mir:
alles andere als selbstverständlich!

Es bin nicht mal „Ich“, die atmet.
Ich kann Atmung nicht „machen“.
Ich kann sie über einen gewissen Zeitraum
lenken und kontrollieren, aber es liegt
nicht in meiner Macht,
sie ein- oder auszuschalten.
Sie geschieht mir.
Ich werde „beatmet“.

Leben geschieht jenseits
eines persönlichen Willens.
Und in diesem „ausgeliefert sein“
liegt eine ganz andere Art
der Sicherheit verborgen.
Sie ist verbunden mit Hingabe
und grund-losem Vertrauen an etwas,
das größer ist, als jedes „Ich“.

Das, was meinen Körper dazu animiert
zu atmen und mein Herz schlagen zu lassen…
Diese unglaubliche Intelligenz in jeder Zelle
und darüber hinaus –
im ganzen Organismus,
im Großen wie im Kleinen –
dieses Orchester der Lebendigkeit –
ist pure Gnade.

Jeder Atemzug.
Jeder Herzschlag.
Jede Bewegung.
Jede sinnliche Erfahrung –
pure Gnade.

Alles, was ich jetzt wahrnehmen kann –
alles, das jetzt in meinem Feld ist:
jede Person,
jede Situation,
jedes Erleben –
pure Gnade.

Der gesamte Moment,
so, wie er jetzt gerade ist:
ein Ausdruck purer Gnade.

Da ist soviel mehr Potential
für Glück und Zufriedenheit,
als in einem illusionären getrieben-sein,
welches den gegenwärtigen Moment
immer wieder übergeht.

Alles kann und wird sich weiter entwickeln.
Ganz natürlich und auf eine gewisse
Art und Weise mühelos.
Denn es geschieht,
weil und wenn es an der Zeit ist,
dass es geschieht!

Und dann kann und werde ich
auch etwas tun, etwas verändern oder verbessern –
weil es ganz einfach meinem Wesen entspricht…
Vielleicht immer noch mit etwas
Angst oder Unsicherheit –
aber untermalt und gegründet in Freude.

Auf einem Feld, das mit Liebe,
Dankbarkeit, Demut und Wertschätzung
genährt wird, wachsen und gedeihen
reichhaltigere und geschmackvollere Früchte.

Vielleicht magst auch du kurz innehalten,
wahrnehmen wie der Atem kommt und geht,
ohne dass du etwas dafür tun musst
und dich ganz bewusst für diese Gnade öffnen – ja…
Sie tief in dein Herz sinken lassen…

Vielleicht magst du deine Lebenssituation,
die Menschen in deinem Feld
(auch wenn du gerade allein bist),
in dein Bewusstsein holen und dir das Wunder
welches hier geschieht, gewahr werden.

Unabhängig davon ob dir gefällt
was du wahrnimmst oder nicht,
ist eines ganz sicher:
All das ist FÜR dich da.
Niemals gegen dich.

Vielleicht steigt ein Gefühl der Dankbarkeit
aus deinem Herzen zu deinen Lippen
und lässt dich sanft lächeln.

Und vielleicht magst du dieses
„Danke“ auch aussprechen.
Für dich allein oder zu jemand anderen.

Immer und immer wieder…
Weil es uns allen einfach gut tut!

Nichts und Niemand
ist jemals selbstverständlich.

Mit den Augen des Herzens betrachtet,
ist Alles und Jeder ein
einzigartiges Geschenk

Danke für dich!
In Liebe,
Gabrielle

Die Sprache des Herzens

Das Schöne daran, dem Herzen die Führung zu überlassen, wirklich hin zu lauschen und ihm zu folgen ist, dass es nichts mehr zu bereuen gibt.

Diese Eigen-Verantwortung zu übernehmen wirkt enorm befreiend. Jegliche Unsicherheiten, Zweifel oder auch Schuldzuweisungen lösen sich in Nichts auf.

In Wahrheit gibt es auch keinen Grund mehr ängstlich, traurig oder wütend zu sein.

Denn Entscheidungen, Handlungen und Einstellungen, die der Weisheit des Herzens entspringen, sind immer zu meinem höchsten Wohl und zum Wohle des Ganzen.

Es ist das Göttliche Selbst, welches durch unsere Herzen kommuniziert.

Doch wir haben verlernt seine Sprache zu verstehen: Die Sprache der Gefühle. Niemand hat uns gelehrt, was unsere Gefühle wirklich bedeuten oder was sie uns sagen möchten. Es war Anderen – aus eigener Unwissenheit – nicht möglich uns zu zeigen, wie wir in Verbindung mit unserem Herzen sein und (über)leben können.

Wenn wir die Sprache des Herzens lernen
und den Mut haben ihm zu folgen, entsteht
Selbst-Bewusstsein:
Wir werden des Selbst bewusst.

Wir entdecken unseren Selbst-Wert:
Den Wert des Selbst.

Selbst-Vertrauen erwächst:
Vertrauen in das Selbst erwächst.

Selbst-Liebe erblüht:
Die Liebe des Selbst erblüht.

Aber so einfach die Sprache des Herzens auch ist, so schwierig kann es sein, ihm mehr zu glauben – mehr zu vertrauen – als den konditionierten Stimmen des Verstandes.

Es erfordert Geduld, Beständigkeit und ein großes Interesse daran, die Wahrheit zu ent-decken und sich jeden Moment aufs Neue für sie – und nur für sie – zu entscheiden.

Diese Entscheidung ist weitreichend und alles andere als „egoistisch“… Sie fördert die Liebe zu allen Wesen.

Denn wenn ich mir erlaube so zu leben, erlaube ich es auch Anderen. Wie könnte ich diese Freiheit – diese Verbundenheit – jemanden nicht gönnen oder sie ihm sogar verwehren wollen?

Will ich es dennoch, weisen mich Angst, Trauer und Wut darauf hin, dass ich mich Selbst belüge und mir damit meine eigene „Freiheit in Verbundenheit“ verwehre.

„Ich vertraue dir“ bedeutet darauf zu vertrauen, dass du – so gut es dir möglich ist – deinem Herzen folgst.

Es bedeutet zu wissen dass, was es auch immer innerlich oder äußerlich bewirkt, es zu deinem höchsten Wohl, zu meinem höchsten Wohl und zum Wohle des Ganzen ist.

Dem Herzen hingebungsvoll zu vertrauen bedeutet, dem göttlichen hingebungsvoll zu vertrauen.

Dem Herzen zu folgen bedeutet, wahr-haftig zu Sein und zu leben.