Realität

Manchmal mache ich mir Gedanken darüber, wie sich eine Situation entwickeln wird. Vielleicht wünsche ich mir eine bestimmte Richtung und/oder fürchte eine andere… Aber was ist da wirklich, wenn ich genau hinsehe?

Die Situation, die ich mir wünsche erzeugt gerade angenehme Gefühle. Die Situation die ich fürchte erzeugt unangenehme Gefühle.

Es sind beides Möglichkeiten einer zukünftigen Realität. Erstere ist eine Realität, die ich bevorzuge. Zweitere bevorzuge ich nicht bzw. würde ich lieber vermeiden. Doch in beiden Realitäten passiert im Grunde das Selbe. Es entstehen – im Moment – Gedanken und Gefühle, die ich wahrnehme. Je nachdem wie ich damit umgehe und ob oder wie stark ich mich mit damit identifiziere, entstehen wieder neue Gedanken und Gefühle usw.

Da ist dieser Moment – mit allem was in mir und um mich geschieht – und die Wahrnehmung dieses Momentes.

Das Szenario ist anders. Der Inhalt ist anders. Aber das „dahinter“ ist immer das Selbe. Vor allem ist nirgends ein Problem zu sehen (solange ein „Ich-Gedanke“ nicht eines draus macht).

Selbst wenn die bevorzugte Realität eintritt, heißt das nicht, dass nicht auch schwierige Momente und Herausforderungen auftauchen (die ich möglicherweise nicht absichtlich gewählt hätte). Und die Realität, die ich vermeiden wollte kann sich – vielleicht nach anfänglichen Schmerzen – in Wohlgefallen auflösen und andere Türen öffnen. Ich kann das nicht wissen. Ich weiß nicht warum manche Dinge passieren und manche nicht und wo sie mich hinführen. Für mich hat diese Erkenntnis etwas sehr entspannendes.

Also was „tun“?

a.) Ich mache mir klar, dass keiner dieser Gedanken wirklich die Wahrheit ist (nur eine Vor-stellung) und glaube keinem Gedanken.
b.) Schau genau hin ob da wirklich eine vom Leben getrennte Person ist, die durch die befürchtete Erfahrung leiden würde (ich nutze meine Angst um mich selbst zu erforschen) und/oder
c.) Widme mich den Gedanken, die angenehme Gefühle auslösen. Dann fühlt es sich JETZT gut an… Und der Zustand in dem ich mich jetzt befinde beeinflusst, ganz natürlich, den Zustand im „nächsten“ Moment.

Ich überlasse dem Leben den Rest und vertraue, dass mir – was immer auch geschieht – alles dient, um in Liebe und Weisheit zu wachsen.

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