Im Auge des Sturms

Der Sturm tobt,
alles dreht sich und bewegt sich.
Kein Stein bleibt auf dem Anderen.
Unberechenbar, undurchschaubar.
Meine Gedanken überschlagen sich,
erschlagen mich.
Mein Herz, das sehnt und hofft
und weiß doch nicht WIE,
WIE das alles sein kann…
Warum nur, kann es nicht einfach sein?
Einfach sein.

Und jedes „Warum nur?“,
jedes „Ja, aber“,
jedes „Hoffentlich!“,
oder „Ich will nicht!“,
jede Sehnsucht,
jede Angst,
jeder Schmerz
jeder Zweifel an mir,
an dir,
am Leben –
ist ein Kampf.
Gegen mich selbst,
gegen dich,
gegen das Leben.

Hab keine Kraft mehr anzukämpfen,
gegen das, was mich verletzt,
gegen das, was ich nicht will.
Ich schaff das nicht allein!
Fühl mich getrennt von allem –
warum hilft mir denn niemand?
Völlig erschöpft, völlig verzweifelt
bleib ich liegen.
Einfach liegen.

Und jedes „Warum nur?“,
jedes „Ja, aber“,
jedes „hoffentlich“,
oder „ich will nicht“,
jede Sehnsucht,
jede Angst,
jeder Schmerz
jeder Zweifel an mir,
an dir,
am Leben –
ist ein Schrei nach Liebe.
Ein Schrei nach einem „JA!“,
dass ich mir selbst nicht geben kann.
Oder doch?

Es hilft alles nichts,
ich geb‘ auf.
Leg meine Waffen nieder.
Alle Masken fallen ab,
jedes Schutzschild, jede Schranke
und die Mauer stürzt ein.
Ich sage „JA doch! Friss mich!
Wildes Tier des Augenblicks!“
Und was passiert?
Rein gar nichts…
Was passiert –
ist Stille.
Im Auge des Sturms.

Ich nehm‘ mein Gefühl an,
meine Sehnsucht
und mein Suchen.
Meine Fragen,
meine Hoffnung,
meine Angst und
meinen Schmerz.
Ich nehm‘ an, was nun „so ist“,
hol‘ meine Kinder endlich Heim.
Den bösen, schwarzen Wolf,
den gibt es einfach nicht!

Es GIBT nichts zu verlieren.
Aber ALLES zu gewinnen.
Hier, in der Stille.
Hier, im Auge des Sturms.

2 Kommentare zu „Im Auge des Sturms

  1. Liebe Gabrielle,
    im AUGE DES STURMS verweile ich zur Zeit fast täglich immer mal wieder und kann diese Erfahrung, die du beschreibst, total teilen – erlebe es ähnlich … Es ist wie eine GEBURT, immer mal wieder Wehen, die zwar nicht körperlich, aber seelisch fast unaushaltbar sich anfühlen, aber auch immer wieder still werden, wenn ich sie zulasse. Es kostet Kraft… und meine ganze Bereitschaft… Danke sage ich dir für die Seelennahrung, die ich hier auf deinem Blog dazu erhalte.
    Herzlich grüßt dich Marina aus dem Lichtgestöber

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s